Vom Pferd zum Dampfross

Bei betreten der Dauerausstellung "Über den Berg. Wien-Mürzzuschlag-Triest. 13 Stunden 4 Minuten" begrüßt die Besucher die Skulptur eines lebensgroßen Pferdes.

Objekt des Monats März - Das Pferd

Bis zur Domestikation des Pferdes im 4. vorchristlichen Jahrtausend war der Mensch bei der Überwindung von Entfernungen auf sich selbst verwiesen. Erst mit Hilfe des Pferdes wurde es ihm möglich, größere Entfernungen in kürzerer Zeit zurückzulegen. Die Schnelligkeit und Ausdauer des Pferdes, seine Fähigkeiten als Reit- und Zugtier, als Streitross wie auch als Arbeitstier bestimmten jahrtausende lang die Möglichkeiten des Menschen, sich in Zeit und Raum zu bewegen, seine Lebensräume zu erschließen, zu organisieren und zu bewirtschaften.

Das blieb so bis in England im 18. Jahrhundert die „Pferde-Eisen-Bahnen“ entstanden. Doch noch immer war das Pferd zentraler Bestandteil des Transportwesens.
Dies änderte sich erst mit der Erfindung der Dampflokomotive am Anfang des 19. Jahrhunderts. Der Mensch hatte eine neue, aus damaliger Sicht revolutionäre Fortbewegungsmöglichkeit gefunden: Aus dem Pferd war das „Dampfross“ geworden. Das „Eisenbahnzeitalter“ und damit eine neue Ära in der „Verkehrs-Geschichte“ des Menschen hatten begonnen.